Buchcover "Die Milliardärs-Katastrophe" von Roland Zingerle, Empire Verlag, Mann im Anzug mit Elefant und fliegenden Dollarscheinen vor Jahrmarktschild

FACKENREUTH-KRIMI-REIHE

Roland Zingerle

Die Milliardärs-Katastrophe

Fackenreuth-Krimi - Band 10 von 10

Erscheinungstermin: 1. Mai 2026 | 232 Seiten | Deutsch | Buch 10 von 10 | Empire-Verlag

Erhältlich als E-Book und verfügbar bei kindleunlimited

Eine urkomische Krimikomödie aus Bayern

Ein Toter im Keller.
Ein Dorf am Limit.
Und plötzlich… Milliardäre. Überall.

Für Polizeihauptmeister Xaver Gottwald beginnt alles mit einem unschönen Einsatz: Ein menschenscheuer Eigenbrötler liegt tot vor seinem Computer. Nichts deutet darauf hin, dass dieser Fall irgendetwas mit der großen weiten Welt zu tun hat.

Ein Irrtum.

Denn noch bevor Xaver den Todesfall ordentlich einordnen kann, marschiert eine Karawane mit Elefanten ins Dorf. Kurz darauf parkt ein russisches Luxus-Luftschiff mitten am Hauptplatz. Und dann wird es richtig unangenehm: Die reichsten Menschen der Welt reisen an. Mit Gefolgschaften, Allüren – und offenbar einem Plan, über den niemand spricht.

Während Fackenreuth langsam im Ausnahmezustand versinkt, versucht Xaver verzweifelt, Ordnung in ein Chaos zu bringen, das sich nicht einmal ansatzweise an die Straßenverkehrsordnung hält.

Was wollen die Milliardäre?
Warum ausgerechnet dieses Dorf?
Und wieso hat der Tote im Keller mehr damit zu tun, als allen lieb ist?

Leseprobe aus "Die Milliardärskatastrophe"

Kapitel 1

Sonntag
Es ist ein Sonntag, wie Polizeihauptmeister Xaver Gottwald ihn liebt. Weil er keine Familie hat und überdies auch noch single ist, wüsste er ohnehin nicht, was er mit seiner freien Zeit anfangen sollte. Da ist es weit besser, Bereitschaftsdienst zu machen, vor allem, wenn man in einem Dorf wie Fackenreuth lebt, wo normalerweise Fuchs und Hase schon beim Gute-Nacht-Sagen einschlafen. So kann es Xaver, der Leiter der Polizeiinspektion hier, gemütlich angehen. Er arbeitet gemächlich ein paar Sachen auf, die in der vergangenen Woche übrig geblieben sind, und zwischendurch spielt er eine Runde Solitär am Computer. Nebenher dudelt seine Playlist in angenehmer Lautstärke aus dem Handy. Da schmeckt der Kaffee gleich noch einmal so gut.
Deshalb ist Xaver schon jetzt, kurz vor neun Uhr, echt entspannt, als das Telefon auf seinem Schreibtisch läutet.
Er hebt ab, meldet sich mit Dienststelle, Dienstgrad und Namen und säuselt noch ein „Was kann ich für Sie tun?“, als
säße er im Kundenservice einer Versandfirma und nicht auf einem Polizeiposten.
Vom anderen Ende der Leitung kommt ein seltsames Ächzen und schließlich: „Siedentopf hier, Kevin-Pascal Siedentopf
aus Garbsen.“ Die Stimme stammt zwar von einem Mann, doch sie ist hoch und klingt dünn. Und weil der Mann dabei
Hochdeutsch spricht, wirkt er richtiggehend weinerlich.

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„Was kann ich für Sie tun?“, wiederholt Xaver in unerschütterlicher Hochlaune. „Sie müssen bitte dringend bei Hubertus ... ich meine bei Herrn, Herrn ...“ Xaver bemerkt erst jetzt, wie aufgeregt der Anrufer ist. Dieser ächzt jetzt wieder, dann fährt er fort: „Bei Herrn Severin Haslberger vorbeischauen. Da ist etwas passiert.“ Xaver greift zu dem immer bereitliegenden Notizblock und klickt den Kugelschreiber an. „Noch einmal bitte: Wie heißt der Mann?“ „Severin Haslberger.“ „Adresse?“ Der Anrufer stockt und stöhnt unbeholfen. „Das müsste ich erst noch herausfinden ...“ „Jetzt einmal zur Sache, lieber Herr Siedentopf. Wer genau
sind Sie, wer ist Severin Haslberger und was ist passiert?“ Die Antwort kommt erst nach ein paar weiteren unbeholfenen
Ächzern. „Ich arbeite im First-Level-Support eines Telekommunikationsunternehmens in Hannover. Von zu Hause
aus. Ich kenne Hubertu... Severin aus einem Internetforum.“ Während Xaver zuhört, schreibt er die Informationen in
Stichworten mit.
„Wir haben ‘ne Dead-Man’s-Switch-Vereinbarung, die zweimal täglich entschärft werden muss. Einmal um acht Uhr morgens,
einmal um 22 Uhr abends. Die hat Severin heute Morgen ausgelassen.“ „Moment, Moment“, fällt Xaver ein. „Was, bitte, ist eine
Dead-Man’s-Switch-Vereinbarung?“

Jetzt seufzt der Mann am anderen Ende der Leitung. Als er weiterspricht, bemüht er sich hörbar, langsam zu reden. „Wir schreiben uns einen kurzen Statuscheck. ‚Hi‘, zum Beispiel, oder: ‚still alive?‘. Der andere muss darauf reagieren.
‚Still alive!‘, etwa, oder ‚oky-doky‘ oder ...“ „Ist gut, ich habs verstanden. Wozu das Ganze?“
„Damit wir beide wissen, dass alles okay ist.“ Xaver runzelt die Stirn. „Schweben Sie denn in irgendeiner
Gefahr?“ Kevin-Pascal Siedentopf hält kurz inne, dann erwidert er: „Aber selbstverständlich tun wir das. Wir alle. Sie doch
auch.“ Xaver weiß grad nicht, was er davon halten soll, doch er will der Sache jetzt nicht nachgehen. „Und Herr Haslberger
hat sich heute nicht gemeldet. Ist das richtig?“ „Das ist richtig.“ „Haben Sie versucht, ihn anderweitig zu erreichen?“
„Ja. Das ist Teil der Dead-Man’s-Switch-Vereinbarung: Wenn einer nicht reagiert, versucht der andere, ihn anzurufen.
Doch Severin ist nicht rangegangen.“ Xaver blickt zur Seite, weil er kurz nachdenken muss. Er hat im Grunde verstanden, was der Anrufer meint – was das allerdings mit ihm, Xaver, zu tun hat, kapiert er nicht. Deshalb fragt er: „Warum rufen Sie bei mir an? Wenn ich Sie richtig verstanden habe, leben Sie doch in Hannover.“ „In Garbsen“, korrigiert Siedentopf, „das ist in der Nähe von Hannover.“ „Von mir aus. Also?“ „Severin lebt bei Ihnen. In Fackenreuth. Ich ... ich mach mir riesige Sorgen.“

Jetzt kommen ein paar verkrampfte Laute aus dem Hörer, die Xaver von sich selbst kennt, wenn er am Klo sitzt und verstopft ist. „Sie meinen also, ihrem Freund ist etwas passiert?“ „Er ist nicht mein Freund.“ Der Anrufer klingt jetzt matt. „Er ist ein Gefährte.“ Auch das möchte Xaver jetzt nicht vertiefen. „Wie auch immer“, sagt er deshalb, „wo wohnt der Mann?“
„Warten Sie, ich finde das gleich für Sie heraus“, erwidert Kevin-Pascal Siedentopf.
Dann hört Xaver ein hektisches Klappern im Telefon, der Mann am anderen Ende der Leitung bearbeitet wohl gerade eine
Computertastatur. Xaver will schon sagen, dass er die Adresse auch selbst herausfinden kann, doch der andere ist
schneller und nennt ihm die Anschrift. Xaver notiert sie. Und weil das Display seines Standtelefons „Nummer unterdrückt“ anzeigt, fragt er auch gleich nach Siedentopfs Telefonnummer, und dann nach dessen Wohnadresse. „Ist in Ordnung“, meint Xaver jetzt, „ich werde Herrn Haslberger aufsuchen und nach dem Rechten sehen.“ „Sagen Sie mir Bescheid?“, fragt der Anrufer schnell und hoffnungsfroh. Xaver verzieht das Gesicht. „Rufen Sie mich an, in einer Stunde oder so. Das ist sicherer.“

Nach dem Telefonat setzt sich Xaver in den Streifenwagen und fährt zu Severin Haslbergers Adresse, eine Wohnstraße am
äußersten Rand von Fackenreuth, wie Xaver weiß. Er kann nicht umhin festzustellen, dass er die ganze Sache für einen
nerdigen Unsinn hält, aber nachschauen muss er trotzdem.

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Häufige Fragen zur Fackenreuth-Reihe (Cosy Crime)

Worum geht es in der Fackenreuth-Reihe

Die Fackenreuth-Reihe ist eine humorvolle Cosy Crime-Reihe aus dem fiktiven bayerischen Dorf Fackenreuth. Polizeihauptmeister Xaver Gottwald würde eigentlich lieber Solitär spielen und Kaffee trinken, doch das beschauliche Dorfleben hat eine unangenehme Eigenschaft: Es passiert ständig jemandem etwas Tödliches. Xaver hält Pfeilgiftfrösche und und hat viel Pech bei seinen Frauengeschichten.

Zum Glück steht ihm sein Jugendfreund Luki Wirth zur Seite, ebenfalls ein echter Fackenreuther, heute bei der Kriminalpolizei in München und ein verlässlicher Partner, wenn es darauf ankommt. Gemeinsam ermitteln die beiden durch zehn Bände voller schräger Verdächtiger und absurder Situationen.

Was hat es mit den Pfeilgiftfröschen auf sich?

Xaver Gottwald hält Pfeilgiftfrösche. Sie sind pflegeleicht, wortlos und haben keine Erwartungen. Ideale Mitbewohner für einen Mann mit so viel Pech bei Frauen.

Einen hat er Franzi getauft. Nach seiner Jugendliebe Franziska. Die zufällig Luki Wirths Schwester ist.

In Band 8 „Dating-Wahnsinn in Fackenreuth" wird aus der alten Geschichte plötzlich eine neue.

Ist das Cosy Crime oder ein harter Thriller?

Es ist Cosy Crime mit schwarzem Humor: spannend, aber mit Fokus auf Lokalkolorit, schräge Figuren und unterhaltsame Ermittlungen statt auf düstere Thriller-Atmosphäre.

Muss ich mit Band 1 starten?

Nein. Jeder Band funktioniert für sich alleine. Man kann auch mittendrin einsteigen. Xaver, Luki und die anderen Figuren aus Fackenreuth lernt man von Band zu Band ein bisschen besser kennen. Wer aber von Anfang an dabei sein möchte, startet mit Band 1 „Mörderisches Halleluja".

Wer wird Freude an der Fackenreuth-Reihe haben. Für wen sind die Geschichten geschrieben?

Wer die Bücher von Rita Falk oder Eva Adam mag, ist hier wahrscheinlich richtig. Xaver Gottwald und Luki Wirth sind keine Superhelden, sie sind Typen aus der Nachbarschaft, mit denen man gerne auf ein Bier geht. Das fühlt sich vertraut an, auch wenn die Fälle alles andere als normal sind.

Die Reihe ist Cosy Crime zum Wohlfühlen, mit Fällen, die aus dem Alltag ins Schräge kippen. Die Wendungen sind unvorhersehbar, manchmal fast unwirklich, doch am Ende fügt sich alles zusammen. Wer Krimis mag und bereit ist, sich auf etwas abseits des Mainstreams einzulassen, ist hier genau richtig.

In welchen Formaten ist das Buch erhältlich?

Band 10 ist als E-Book erhältlich und bei kindleunlimited verfügbar.

Gibt es eine Leseprobe

 Ja. Eine kurze Leseprobe findest du auf dieser Seite und zusätzlich meist auch direkt bei Amazon in der Vorschau.

Was andere dazu sagen: 

Fackenreuth eben: wo sich Nostradamus und Elefanten begegnen ⭐⭐⭐⭐⭐

Hä? Wie jetzt?

Genau so hab ich auch geschaut. Elefanten in Fackenreuth, in dem kleinen bayerischen Dorf gibt es bald nichts mehr, was es nicht gibt. Und das ist ja auch das Schräge an der Krimireihe von Roland Zingerle - denn es gibt es doch. Zwar habe ich mich gewundert, wie die Elefanten samt der restlichen Karawane über die Alpen gekommen sind, ohne dass es jemandem vorher aufgefallen ist, aber bitte, ein wenig künstlerische Freiheit sei Roland Zingerle gegönnt. Denn dafür werde ich wieder mit einem herrlich witzigen Kriminalroman belohnt, wo ich aus dem Grinsen nicht mehr rauskomme. Xaver ist und bleibt ein Schlitzohr, denn wer sonst käme auf die Idee, dem aushelfenden Dorfpolizisten den Schreibtisch in die Ausnüchterungszelle zu stellen, damit man seine Ruhe vor ihm hat? Genau. Auch bei dem eigentlichen Mordfall hat Roland Zingerle wieder vortrefflich recherchiert und tief in die Zauberkiste greifen lassen.

Für Fans dieses Genres, inzwischen auf dem besten Weg zum Must-have.

beagline / amazon
Skurril, überzogen, sympathisch. Volle Empfehlung. ⭐⭐⭐⭐⭐

Xaver Gottwald, der sich noch vom Skiweltcup erholen muss, wollte eigentlich nur einen unspektakulären Todesfall aufklären, doch dann versetzen Milliardäre, Elefanten und ein russisches Luftschiff sein Dorf in den Ausnahmezustand. Auch diese Geschichte ist skurril und überzogen, aber mit mehr Tiefgang, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Roland Zingerle hat mich auch im Band 10 wieder überzeugt. Und die Fackenreuther wachsen mir von Band zu Band mehr ans Herz.

E.Z. / amazon